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Entstehung des Waldescher Rosenfestes
von Helmut Breidbach und einer Ergänzung von Herbert Hartmann


Im Dezember 1976 traf sich am Stammtisch des Hotels „König von Rom“ folgender Personenkreis: Der damalige Ortsbürgermeister Rudi Mohr, die beiden Beigeordneten Helmut Breidbach, Karl Pittermann, Erich Kanera und Edmund Nuppeney.

Bei diesem lockeren Gespräch machte man sich u. a. Gedanken, wie man Waldesch für den Fremdenverkehr etwas attraktiver gestalten könnte.

Herr Nuppeney hatte im Laufe einiger Jahre der Gemeinde mehrere tausend Rosenstöcke geschenkt, die teils auf gemeindeeigenem Gelände, aber auch auf privaten Flächen angepflanzt waren. In Anbetracht dieser Tatsache wurde die Idee geboren, im kommenden Jahr in Waldesch ein Rosenfest zu veranstalten. Im Frühjahr 1977 wurde das Ganze in der Sitzung des Vereinsringes besprochen. Die kulturtragenden Vereine, wie Kirchenchor Cäcilia, Männergesangverein Waldruh, Musikverein Wald-Echo sowie die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr gaben spontan ihre Zusage zur Mitwirkung bei der Programmgestaltung und Ausrichtung dieses Festes. Da zu einem Rosenfest auch die entsprechenden Rosenmajestäten gehören, galt es nun, hierfür einige Waldescher Damen zu begeistern.

Nach mehreren Anläufen ist es dann der Verwaltung gelungen folgende Repräsentantinnen für diese schönen Ehrenämter zu gewinnen: Ulrike Kanera als Rosenkönigin, Petra Arens und Birgit Weber als Prinzessinnen.

Als dann am 09. Juli 1977 unser Ortsbürgermeister Rudi Mohr das Waldescher Rosenfest aus der Taufe hob, ahnte keiner, dass sich diese Veranstaltung zu einem festen Bestandteil unserer dörflichen Festivitäten entwickeln würde.

Heute kann man mit Stolz sagen, dass dieses Fest zur Tradition geworden ist, und dass sich mehr oder weniger alle Ortsvereine in irgendeiner Form an diesem Fest beteiligen.

Das Rosenfest hat wesentlich dazu beigetragen, dass Waldesch auch den Beinamen „Rosendorf“ trägt. Bis zum Jahr 1984 wurde das Rosenfest immer in der Turnhalle abgehalten. Erst als die Freiwillige Feuerwehr im Jahr 1984 Ausrichter des Rosenfestes war, wagte diese, das Fest als ein Straßenfest auszurichten. Da dies bei der Bevölkerung großen Anklang fand, wurde es seither auch überwiegend als ein solches gefeiert.
Veranstalter und die neuen Majestäten werden jeweils in der Frühjahrssitzung des Vereinsringes festgelegt

Als am Samstag, dem 22. Juni 2002 und am Sonntag, dem 23. Juni 2002 eine Jubiläumsveranstaltung "25 Jahre Waldescher Rosenfest" stattfand, konnte der Ortsbürgermeister Herbert Hartmann die Namen von 17 Rosenmajestäten verlesen und bekannt geben, die in dieser Zeit das Ehrenamt übernommen hatten. Die meisten von ihnen sind auch zu dieser Veranstaltung erschienen und mit einem Ehrenpräsent belohnt worden.

Bei diesem Fest hat der Männergesangverein "Waldruh" Waldesch e.V. wesentlich dazu beigetragen, dass im Bereich des Umfeldes des Bürgerhauses eine gesellige und stimmungsreiche Jubiläumsveranstaltung gelingen konnte. Viele Gäste aus nah und fern waren mit Ablauf und Gestaltung dieses Festes bestens zufrieden. Die Erinnerung an die alten Zeiten der Straßenfeste ist damit neu belebt worden.
Heute findet das Rosenfest im Bereich des Bürgerhauses in etwa zweijährigen Turnus statt.

"Im Jahr 2006 wurden erstmals das Rosenfest und die Pfingstkirmes zusammengelegt. Seit dieser ersten Rosenkirmes findet die Inthronisation der Rosenmajestäten am Pfingstmontag im Bürgerhaus statt. Unsere Rosenmajestäten vertreten Waldesch zwei Jahre lang bei vielen offiziellen Anlässen wie z.B. bei der Eröffnung der Köln-Düsseldorfer, dem Repräsentantinnentreffen in Lahnstein oder der Eröffnung zum Mittelrhein-Marathon."